Tag 3 - Blöde Navi

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Miromar Outlet

Wieder das Übliche: nächtlicher Umzug ins eigene Schlafgemach und um kurz nach 6 quietschmunter wach. Jürgen wuselt auch schon rum und so gehen wir beide wieder zum Bootssteg die ISS beobachten. Vielleicht krieg ich sie sogar auf‘s Video? Cam geholt und drauf gehalten - das Ergebnis werde ich dann später mal in Augenschein nehmen.

Ach ja, die Sache mit Alamo muss ja in Angriff genommen werden. Da hat Jürgen die Idee die Navi extern aufzuladen und sucht nach dem entsprechenden Kabel. Findet nix... Ich könne ja mal den Hausherrn anrufen und nachfragen. Mach ich. Der meldet sich mit "Hallo Amerika!" (klar, er kennt seine eigene Nummer) und freut sich über meinen Anruf mit dem lächerlichen "Problem". Kabel gibbet nich, geht aber mit jedem USB-Kabel (und davon haben wir genug dabei). Dann erzählen wir etwas und er berichtet mir von der Alligatoren-Sichtung im Kanal. Hä? Ich lass vom Steg die Beine baumeln und hier schwimmt so´n 3-4 Meter-Kroko rum? Hm - dann geh´ ich jetzt mal auf Kamera-Jagd und lass die Beine schön oben.

Jetzt einmal quer durchs Haus zum Eingang und dort den Sonnenaufgang beobachten. Könnte ja mal filmen... tu ich dann auch. Irgendwie nimmt man sich etwas von der romantischen Atmosphäre, wenn man versucht die Cam möglichst ruhig zu halten und das Geschehen auf dem Display verfolgt - morgen guck ich wieder "oben ohne".

Morgens ist es auf der Terrasse noch angenehm kühl und alles ist so herrlich still und unberührt. Ab und zu platscht was im Kanal und ich denke immer an den Alli. Frühstück ist angesagt.

Jürgen möchte heute mal ins Miromar-Outlet. Glaubt mal nicht, der möchte dort etwa einkaufen - nein, nur rumbummeln. Ich bin bedingt begeistert, denn ich kaufe gerne ein und wenn ich das nicht kann, finde ich es eher mäßig interessant. Bilder von sämtlichen Brunnen, Teichen, Blumen und Fischen habe ich noch von 2008, ich nehme nur einen kleinen Fotoknips mit.

Wir fahren offen und die aufgeladene Navi scheint wieder zu funktionieren. Nur sagt sie nix...komisch, gestern war sie noch sehr gesprächig. Irgendwie lotst sie uns merkwürdig, die Richtung stimmt zwar (wir waren ja schon mal dort), aber plötzlich sieht alles recht fremd aus und wir sind angeblich am Ziel. Nein, doch nicht, jetzt sind es plötzlich wieder 20 km zum Ziel! Rechts ran und erstmal das Verdeck zu, denn es ist schon echt warm um die frühe Mittagszeit. Jürgen versucht die Navi einzustellen und plötzlich sind die Favouriten teilweise weg - häh? Dann fängt die Navi plötzlich an zu reden - Afrikans! Jetzt ist sie offensichtlich völlig verwirrt. Ein paarmal aus und wieder angemacht und die deutsche Stimme begrüßt uns wieder. Plötzlich sind auch die Favoriten wieder da und wir machen uns erneut auf die Strecke.

Nach tatsächlich weiteren 20 km am Ziel. Auf den brütend-heißen Parkplatz und raus aus dem Auto. Im Miromar hat sich seit 2008 nicht wirklich was verändert. Tolle Shops mit mehr oder weniger immer den gleichen Produkten - alle 10 m ein "Sunglass Hut"!

Wir sind keine Label-Fans und dieser Ausflug ist so sinnig wie ein Kropf! Jürgen hätte gern ein paar Badelatschen, die müssen aber nicht von Adidas sein. Ich will nix - doch halt: nix wie weg hier.

Ein paar Vergleichsfotos von den Brunnen (2008/2011) und dann wieder ins Auto - in 45 Grad!

Aber die Klimaanlage macht´s schnell erträglich.

Nun hat der Herr eine neue Einkaufsidee: Target! Okay, dann zu Target. Hier werden wir auch Badelatschenfündig und noch ein paar Kleinigkeiten wandern in den Korb. Publix nebenan lockt mit Sushi - ich liebe Sushi! Also da noch ein bisschen geshopt und mit unseren Schätzen nach Hause.

Inzwischen haben wir auch echt Hunger und machen uns über die neuen Errungenschaften, sowie das "Was weg muss" her.

Endlich ist wieder faulenzen angesagt. Bei Publix habe ich noch ein Pool-Toy (überdimensionierter Schwimmreifen) ergattert und nach einem schier endlosen Aufblas-Akt (mit Blasebalg, aber irgendwie doch sehr mühsam) kann man den auch testen.

Für heute Abend habe ich mir ein anderes Yogastudio zum Testen ausgeguckt und dorthin mache ich mich dann auch auf die Socken. Jürgen ist "not amused" - er hat für das "Verbiegen" eh nicht viel übrig und findet das absolut unnötig, erst recht im Urlaub! Aber ich verbinde das angenehme mit dem nützlichen: mal raus aus der Hütte und unter Leute und ein bisschen Fitness dazu.

Als ich wiederkomme schläft der Herr tief und fest und ich genehmige mir ein kühles Bad, bevor ich die Frikkos in die Pfanne haue. Ein paar Nudeln dazu und für mich der übliche Berg Salat (ich verzichte abends gern auf Kohlehydrate zu Gunsten der Figur). Zum Essen konnte ich Jürgen dann so grade mal wach kriegen, aber schon 5 Minuten später war er auf der Couch schon wieder im "Ratzmodus". Da bin ich dann gleich in mein Queens-Gemach gewandert und auch unglaublich schnell weggeratzt.