Tag 1 - Shopping

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Irgendwie ist morgens um 4:40 Uhr die Nacht zu Ende - zumindest die innere Uhr sagt das. Draußen alles dunkel (klar!), die Luft im Zimmer verbraucht und zu warm. Jürgen schläft noch, ich schleiche raus und inspiziere nun noch einmal ganz in Ruhe das ganze Haus bis in den hintersten Winkel. Es ist für alles gesorgt, einfach fantastisch. Vom Nähzeug bis zur deutschsprachigen Navi, vom Brotbrett bis zur Kaffeemaschine - alles da.

So langsam steigt die Morgenröte im Osten sanft ins Firmament und die Himmelsfarbenpracht berührt mich - wie immer. Ich beschließe ein kurzes Bad im Pool.

Jürgen wird wach und wir bedauern sehr dass noch kein Kaffee da ist, wir müssen unbedingt einkaufen. Wann öffnet Publix (mein Lieblingsladen - da gibt es einfach alles)? Erst um sieben...!
Na gut, noch ein bisschen aufräumen und dann ab zum Einkaufen. Publix ist sozusagen um die Ecke, nur 4 Meilen (rechts, nächste links, übernächste links) - mein Einkaufsparadies! In aller Gemütsruhe durch die Regale und viele lang ersehnte und schwer vermisste Leckereien wandern in den Einkaufswagen. Irgendwann treibt der Frühstückshunger aber dann doch zur Kasse und über 200 $ reicht ja auch. Na ja, war ja auch die Grundausstattung für längere Zeit dabei.

Ab nach Hause und viele viele Tüten rein geschleppt - die Amis packen maximal 3 Teile in eine Plastiktüte - da kommt schnell was zusammen.
Und endlich der langersehnte Kaffee - und Toast und Croissants.

Nach dem Abräumen beschließe ich mal den hauseigenen Bootsanlegesteg zu erkunden. Unterwegs an der Blumenpracht im Garten bin ich ja nicht ohne Fotos vorbei gekommen. Ich liebe Hibiskus und Oleander, die Blüten sind einfach traumhaft schön.
Auf dem Bootssteg sind im Schatten eines Baumes auch Liegestühle, da mache ich es mir mit meiner Yoga-Lektüre gemütlich.

In Cape Corel gibt es insgesamt 40 Meilen von schmalen Kanälen. Auch unser Haus liegt mit der Rückfront an einem Kanal (dieser Begriff ist aber maßlos übertrieben für dieses grüne Flüsschen!).
Ich beobachte springende Fische und Geckos, die sich auf den Steinen neben dem Steg sonnen, Hier ist es herrlich ruhig und wirklich romantisch. Allerdings zur Mittagszeit dann auch echt warm.

Ich ziehe um zum Pool und bade natürlich im kühlen Nass. Mir fällt ein, dass ich auf der Werbung zum Haus ein Bild mit aufgeblasenen Pool-Sesseln gesehen habe - wo mögen die sein? In der Garage werde ich schließlich fündig, allerdings nur einer und der auch noch kaputt. Aber ich bin ja technisch nicht unpfiffig und so bastele ich mit einer Kordel und ein paar Löchern eine Halterung. Funktioniert gut - also wird nun damit dauernd im Pool rumgedümpelt! Sogar Jürgen hat Spaß satt und lässt sich sogar fotografieren (will er sonst nie!). So entspannt und zufrieden erlebt man ihn nicht oft.

So kriegen wir mit Nichtstun, essen, trinken, surfen (im Web), fotografieren und rumdösen den ganzen Nachmittag rum.
Abends habe ich gekocht und dann war um kurz nach 22:00 Uhr schon wieder "Schlafenszeit" - war ja auch wieder lang heute - und so anstrengend! :-)

Inzwischen habe ich mir ein anderes Schlafzimmer im Haus (es gibt 4!) zum "Auswandern" ausgeguckt - falls ich früh wach werde und nicht so schnell wieder einschlafen kann (weil Jürgen beim schlafen "Lärm" macht!): das "Queen"-Schlafzimmer. Um kurz nach drei (nachts) ist es dann auch so weit. Ist ja auch mal ganz nett hochherrschaftlich "aussiedeln" zu können.
Und ich schlafe doch tatsächlich schnell wieder ein - bei einer alten "Nanny"-Folge...